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Historie
 

Unsere Einrichtungen:
 

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Montessori-Schule
Heilpädagogische Tagesstätte

Historie

Die Geschichte
oder: Wie wir entstanden sind

1968 erfolgte die Gründung der „Aktion Sonnenschein – Hilfe für das mehrfach behinderte Kind e.V." durch den Kinderarzt Prof. Dr.med. Dr. hc.mult.Theodor Hellbrügge.

„Mit dieser Gründung wurde ein völlig neuer Weg der Behindertenhilfe beschritten, bei dem nicht eine spezifische Schädigung oder Behinderung, sondern die Hilfe für mehrfach und verschiedenartig behinderte Kinder in den Mittelpunkt gestellt wurde. ... Der unmittelbare Anlass zu dieser Gründung lag in den Ergebnissen systematischer Forschungen, aber nicht bei behinderten, sondern bei gesunden Kindern.“ 1

Der Begriff „Kinderzentrum“ bringt zum Ausdruck, dass nicht eine besondere Erkrankung oder Behinderung im Mittelpunkt steht, sondern das Kind. Damit ist auch die umfassende, interdisziplinäre Förderung eines jeden Kindes – mit oder ohne Behinderung – verbunden. Deshalb arbeiten Kinderärzte, Kinderpsychologen, Heilpädagogen, Sonderpädagogen, Erzieher, Sprach- und Musiktherapeuten wie auch Sozialarbeiter zusammen, um den Bedürfnissen des Kindes gerecht werden zu können. Wissen, das häufig bei der Arbeit mit Kindern mit Behinderungen erworben wird, ist oft auch für Kinder ohne eine Behinderung relevant.

Noch im selben Jahr wurde der erste Kindergarten in der Güllstrasse gegründet, den Kinder mit und ohne Behinderungen gemeinsam besuchen konnten – die Integration wurde Wirklichkeit! In den parallel entstandenen medizinisch-psychologischen Abteilungen des Kinderzentrums München wurden 1970 schon über 1500 Kinder betreut.

1971 wird ein Schulversuch in Aussicht gestellt, der Integration auch in der Schule Wirklichkeit werden lässt – ein Meilenstein in der deutschen Pädagogik! Die Aktion Sonnenschein setzte diese Möglichkeit sofort mit einer Gastklasse im Dantegymnasium um.

1972 konnte das Schulgebäude in der Reutberger Strasse bezogen werden.

1973 „Da sich das Prinzip der gemeinsamen Erziehung behinderter und gesunder Kinder auch aus der Sicht unserer Eltern als erfolgreich erwiesen hat, …war die Modellschule in der Reutbergerstraße mit vier Klassen und zwei Kindergartengruppen bald zu klein geworden. Deshalb haben wir seit 1973 das ehemalige Bauzentrum im Olympiapark am Willi-Gebhardt-Ufer gemietet.“ 2

Die Qualität der Arbeit und die dabei gewonnen Erkenntnisse führten zu einem Zulauf, der – insbesondere finanziell – nicht mehr bewältigt werden konnte. Deshalb übernahm 1974  der Bezirk Oberbayern den medizinisch-psychologischen Teil der Aktion Sonnenschein. So „...entstand die erste Sozialpädiatrische Klinik, in der neue Programme der Frühdiagnostik, Frühtherapie und frühen sozialen Eingliederung vor allem für ... mehrfach und verschiedenartig behinderte Kinder...“ 3

Durch den großen Erfolg der Aktion Sonnenschein wuchs auch der Raumbedarf. Deshalb wurde1985 in Großhadern das „Kinderzentrum“ in Betrieb genommen. Hier sind die Einrichtungen der Aktion Sonnenschein, ein Kindergarten/SVE, eine Integrationsschule und eine Heilpädagogische Tagesstätte in direkter räumlicher Nachbarschaft zum sozialpädiatrischen Zentrum und zur sozialpädiatrischen Klinik des Bezirks Oberbayern, zum Institut für Soziale Pädiatrie der Universität München und der Deutschen Akademie für Entwicklungsrehabilitation. Die räumliche Nähe, die kurzen Wege zwischen den verschiedenen Disziplinen ermöglichten es, „das Kind in das Zentrum“ zu stellen.

2003 erfolgte die Gründung der „Stiftung Aktion Sonnenschein – Hilfe für das mehrfach behinderte Kind“ um die Erfolge langfristig zu sichern. Die pädagogischen Einrichtungen wurden dabei in eine eigene gemeinnützige GmbH ausgegliedert. Damit wird den gestiegenen organisatorischen Anforderungen Rechnung getragen

1 (20 Jahre Aktion Sonnenschein und Kinderzentrum München, Jahresbericht 1988, S. 7, München 1988)
2 (Sonnenschein-Report 1976 für das Kinderzentrum München, S. 15)
3 (20 Jahre Aktion Sonnenschein und Kinderzentrum München, Jahresbericht 1988, S. 11, München 1988)